Rund um die Schwangerschaft
Ein Schwangerschaftstest aus dem Morgenurin kann schon 1-2 Tage nach Ausbleiben der Periode eine Schwangerschaft anzeigen.
Bereits ca. eine Woche später lässt sich im hochauflösenden Ultraschall eine winzige Fruchtblase darstellen.
Die üblichen Mutterschaftsvorsorgen bei unkomplizierter Schwangerschaft erfolgen bis zur 32. Woche alle 4 Wochen, danach alle 2 Wochen. Es werden Blutdruck, Urin, Gewicht, die kindlichen Herztöne und der Muttermund kontrolliert. Laboruntersuchungen erfolgen gemäß Mutterschutzrichtlinien und bei besonderen Indikationen. Bei bestehen Risiken erfolgen die Kontrollen in kürzeren Abständen. Ultraschalluntersuchungen erfolgen ebenfalls nach Mutterschutzrichtlinien, bei Risiken häufiger und jederzeit als Wunschleistung.
Zur weiteren Abklärung können folgende Untersuchungen durchgeführt werden, die teilweise nicht von den Krankenkassen übernommen werden:
Triple-Test:
Durch Blutuntersuchung der Mutter kann eine individuelle Risikoberechnung erfolgen, ob das Kind an einer Chromosomenstörung leidet (z.B. Morbus Down, Mongolismus). Wegen der wesentlich höheren Aussagekraft wurde der Triple-Test durch das Ersttrimesterscreening ersetzt.
Ersttrimesterscreening:
Zusätzlich zur Blutuntersuchung erfolgt zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche die ultraschallmäßige Messung der Nackenfalte. Neben Chromosomenstörungen können auch verschiedene kindliche Fehlbildungen aufgedeckt werden.
AFP- Wert:
Zwischen der 16. und 18. Woche lässt sich das Risiko eines Neuralrohrdefektes (z.B. „offener Rücken“) durch eine mütterliche Blutuntersuchung abklären.
Fehlbildungssonografie:
Mit hochauflösendem Ultraschall lassen sich mögliche Organfehlbildungen bereits („Organdiagnostik“) um die 22. Woche erkennen. Diese Spezialuntersuchung ist besonders wichtig bei belastender Vorgeschichte der Eltern oder bei Hinweisen auf eine Fehlentwicklung.
Dopplersonografie:
Mittels Farbdoppler-Ultraschall lassen sich mögliche Plazentastörungen, Gefäßanomalien und dadurch bedingte mangelnde kindliche Blutversorgung ausschließen.
3D / 4D Ultraschall:
Nahezu realistische dreidimensionale Darstellung des Kindes in Echtzeit auf Großleinwand (s. dort)